Außenminister empört

"Land entehrt"– Schweizer protestieren bei Israel-Hymne

Eklat bei der U23-Fecht-EM! Während der Siegerehrung protestierten die zweitplatzierten Schweizer gegen Sieger Israel.
29.04.2025, 11:18
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Bei der U23-EM in Estland sorgte das Schweizer Team für einen Aufreger. Bei der Nationalhymne von Siegerland Israel drehten sich die Zweitplatzierten nicht in die Richtung der Fahne, wie normalerweise üblich. Auf den Vorfall wurde auch Israels Außenminister Gideon Saar aufmerksam. Er zeigte sich auf der Plattform "X" empört und ging auf die Eidgenossen los.

Israel spricht von "respektlosem Verhalten"

Der Politiker schrieb auf "X": "Herzlichen Glückwunsch an Israels U23-Fechtteam zur Goldmedaille bei den Europameisterschaften. Glückwunsch auch an Italiens Team zur Bronzemedaille. Schande über die Schweizer Mannschaft für euer respektloses Verhalten, Ihr wisst nicht, wie man verliert, und habt das Land, das ihr eigentlich vertreten solltet, entehrt und in Verlegenheit gebracht."

Auch Isreales Trainer Alexander Ivanov zeigte sich enttäuscht über das Verhalten der Zweitplatzierten und bedauerte, dass ein Moment des sportlichen Triumphs zu einer Plattform politischer Feindseligkeiten geworden ist. "Für uns sollte Sport Menschen zusammenbringen, nicht trennen", fügte ein Vertreter des israelischen Fechtverbandes hinzu.

Swiss Fencing: "Sportlich gratuliert"

Am Sonntag meldete sich der Schweizer Fechtverband Swiss Fencing zu den Vorfällen und entschuldigte sich für das Verhalten seiner Athleten. "Swiss Fencing hat kein Verständnis dafür, dass sein Team die Siegerehrung für eine politische Manifestation missbraucht hat."

Der Verband schrieb auf Instagram: "Wir bedauern, dass durch das falsche Verhalten unserer Athleten, die sportlichen Erfolge des Schweizer Teams mit drei Medaillen an diesen U23-Europameisterschaften diskreditiert wurden und gratulieren dem israelischen Team zur Goldmedaille."

Die vier Fechter selbst nahmen mittlerweile auch zum Vorfall Stellung. Sie erklärten: "Während der Hymne haben wir uns nicht der Fahne des israelischen Siegerteams zugewandt. Das hatte keinen politischen Hintergrund und hatte nichts mit einer Missachtung Israels zu tun."

{title && {title} } red,20 Minuten, {title && {title} } Akt. 29.04.2025, 11:23, 29.04.2025, 11:18
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