Seit kurzem herrscht Funkstille in den Direktionen einiger Klagenfurter Schulen. Bisher waren die Schulleiter und Schulleiterinnen sowie teilweise die Sekretariate an insgesamt elf der 23 Volks-, Mittel- und Polytechnischen Schulen mit Diensthandys ausgestattet gewesen. Diese wurden vom Magistrat der Landeshauptstadt zur Verfügung gestellt. Nun wurden die Handys wieder eingezogen. Künftig sind die Schulen wieder nur via Festnetz erreichbar.
Die jährlichen Kosten für die Diensthandys sind mit 3000 Euro überschaubar. In einer offiziellen Stellungnahme geht der Magistrat nicht darauf ein, ob dies eine neue Maßnahme sei, um Geld in die Stadtkassen zu spülen. "Die Stadt ist in ihrer Funktion als Schulerhalter für die Festnetztelefonie, nicht für zusätzliche Handys zuständig. Dies ist Aufgabe des Dienstgebers, der Bildungsdirektion", heißt es.
Vor einigen Jahren wurde von Festnetztelefonie auf Skype umgestellt. Um die reibungslose Telefonie weiterhin gewährleisten zu können, seien im Zuge dessen sicherheitshalber Handys an die Schulen verteilt worden. Die Skype-Lösung würde mittlerweile einwandfrei funktionieren. Daher wurden die Handys wieder eingezogen.
Eine der Schulen ist aktuell, mangels intaktem Festnetz, nur via Mail erreichbar. Zudem soll eine handvoll Handys nicht mehr auffindbar sein, weitere verbleiben an den Schulen, bis die tatsächliche Notwendigkeit abgeklärt ist. Einem betroffenen Vater zufolge würde die Kommunikation zwischen Eltern und den Direktionen wieder auf ein technisches Niveau der 1990-er Jahre gebracht.
Kritik kommt auch vonseiten des städtischen Bildungsreferenten Ronald Rabitsch (SPÖ). "Wir müssen im Magistrat sparen und nicht bei den Schulen. Es wird zeitnah einen Termin mit der Fachabteilung, der Bildungsdirektion und mir geben. Wir müssen eine Lösung erarbeiten", so der Bildungsreferent.