Kärnten
Kärntner reiste mit Affenpocken von Wien in die Heimat
Die Affenpocken sind nun auch in Kärnten angekommen. Ein junger Mann brachte das Virus über Wien in sein Heimatbundesland.
Der erste Kärntner Affenpockenfall ist nun bestätigt. Wie das Land Kärnten mitteilte, handelt es sich beim Infizierten um einen 25-jährigen Mann aus dem Bezirk St. Veit, der zuvor in Wien gewesen war. "Nach seiner Rückkehr wurde bei ihm die Infektion festgestellt, er befindet sich in Quarantäne zu Hause", sagte Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes.
Impfungen haben begonnen
Aktuell gibt es 133 Erkrankungen mit Affenpocken in Österreich. Der Impfstoff gegen den Affenpockenvirus am globalen Markt ist aktuell knapp, dennoch erwartet Österreich noch in dieser Woche eine zweite Lieferung von 2.000 Dosen.
2.300 Dosen des Impfstoffs Jynneos sind bereits über eine gemeinsam Europäische Beschaffung in die Alpenrepublik geliefert worden. Damit können gemäß der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) Kontaktpersonen von direkt Betroffenen und Beschäftigte in spezialisierten Laboren geimpft werden. Angefangen wurde damit bereits.
Die WHO hat die Affenpocken nun schon unter genauer Beachtung. Wie bereits berichtet, rief WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus vor zwei Wochen die höchste Alarmstufe aus. Der Hauptübertragungsweg der Krankheit ist bekannt. Laut einer Studie, die im "New England Journal of Medicine" erschienen ist, infizieren sich 95 Prozent der Erkrankten beim Sex mit den Affenpocken. Infizierte sind dabei so lange infektiös, so lange sie Symptome haben.
Die bekanntesten Symptome nach einer Infektion mit dem Virus sind hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind sich jedoch sicher, dass die Affenpocken im Vergleich zu den bereits ausgerotteten Pocken weitaus harmloser sind.
Die meisten Erkrankten erholen sich demnach bereits nach einigen Wochen von einer Infektion. Doch bei Neugeborenen, Kindern, Schwangeren, alten Menschen und Menschen mit Immunschwächen kann eine Erkrankung auch schwerwiegendere Folgen haben.
Wer einen schweren Verlauf erwischt, muss mit Hautinfektionen, Lungenentzündung, Verwirrtheit und auch Augeninfektionen, die zum Sehverlust führen können, rechnen. Mitverantwortlich für die Schwere des Verlaufs ist die Anzahl an Viren, die eine Person abfängt.