Ganz im Stil eines Vorfalls, der sich 2024 auf der deutschen Nordseeinsel Sylt abgespielt hatte, handelte auch ein Salzburger (35) beim Stadtfest in St. Johann. Während dem Lied des italienischen DJs Gigi D’Agostino "L’amour toujours" soll sich der Mann laut einer Polizistin von seinem Sitz erhoben und den Hitlergruß gezeigt haben.
Aus dem harmlosen Partyhit wurde durch den Sylt-Vorfall ein rechtsextremes Phänomen. Damals grölten Feiernde zur Melodie des Liedes "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!". In der nunmehrigen Verhandlung gegen den 35-Jährigen wies auch der Staatsanwalt auf diesen Umstand hin, berichtet "ORF Salzburg".
Beim Zeigen des Hitlergrußes soll der Angeklagte die Polizisten, die nur wenige Meter entfernt waren, direkt angeschaut haben. In weiterer Folge wollten Bekannte des 35-Jährigen dessen Arm wieder herunterziehen. Einschlägig bekannt sei der 35-Jährige jedenfalls nicht.
Und was sagt der Beschuldigte selbst? Dieser entschuldigte sich in der Verhandlung am Landesgericht Salzburg am Dienstag. Der Anwalt des Salzburgers versuchte das Verhalten seines Mandanten mit Medikamenten- und Alkoholeinfluss zu rechtfertigen. Er hatte über zwei Promille intus.
Schlussendlich wurde der 35-Jährige zu 21 Monaten bedingter Haft verurteilt. Die Strafe wurde als Zusatzstrafe verhängt, da der dreifache Vater bereits in der Vergangenheit durch Gewaltdelikte gegen seine Frau aufgefallen war. Dafür war er bereits vorbestraft.