Exorbitante Preise

Grundstück am Wörthersee kostet 53 Millionen Euro!

Der Ankauf von Seegrundstücken in Kärnten gestaltet sich seit Jahren schwierig. Der Grund dafür: Die Preise sind unverschämt hoch.
Wien Heute
16.10.2024, 06:45
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Der Wörthersee (Ktn.) ist in Österreich ein beliebter Urlaubs- und Badeort. Letzteres gestaltet sich jedoch aufgrund der Verbauung der Ufer immer schwieriger. 27 freie Seezugänge wurden vom Land Kärnten im vergangenen Jahr geschaffen, um zumindest kleine Flecken für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

52.000 Euro pro Quadratmeter

Um das Problem zu lösen, wurde das "Kärntner Seenvolksbegehren" umgesetzt: Das Land Kärnten soll die Einnahmen aus der Motorbootabgabe, die rund drei Millionen Euro pro Jahr betragen, dazu nutzen, die ökologische Gesundheit der Seen zu erhalten und Seegrundstücke zu kaufen. "Es ist unsere Aufgabe, die Flora und Fauna an und in den Kärntner Gewässern zu schützen, um diese wertvollen Naturjuwelen für unsere Kinder und Enkel zu erhalten. Gemeinsam werden wir alles tun, um den Zugang zu unseren Seen für die Allgemeinheit zu schützen und auszubauen", betont Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ).
In den letzten zwei Jahren konnten jedoch keine Grundstücke mehr gekauft werden.

Warum sich der Kauf der Seegrundstücke so schwierig gestaltet, zeigt ein Bericht der Seeuferkommission. Die Preise für Gründe, die geeignet wären, sind extrem hoch. In Krumpendorf würde ein solches Grundstück liegen und zum Verkauf stehen. Es bietet eine Fläche von 10.219 Quadratmetern, die für den stolzen Preis von 53 Millionen Euro gekauft werden kann. 52.000 Euro würde der Quadratmeter also kosten. Eine Mittelreservierung in dieser Höhe sei laut der Kommission nicht verhältnismäßig, außerdem sei der Seezugang des Grundstückes zu klein, berichtet die "Kleine". Auch zwei weitere Grundstücke, die für den Kauf begutachtet wurden, erwarb das Land nicht

3.116.899,33 Euro Motorbootsteuer eingenommen

Im Jahr 2023 wurden von den insgesamt 3.116.899,33 Euro, die durch die Motorbootsteuer eingenommen wurden, lediglich 320.000 Euro in Maßnahmen wie die Seezugang-Initiative, Renaturierungskonzepte, die digitale Erfassung von Seezugängen, ökologische Sanierungen sowie den Schilf- und Wellenschutzzaun in Maria Wörth investiert. Die Einnahmen für dieses Jahr werden auf 3.004.500 Euro geschätzt. Landtagsabgeordneter Maximilian Rakuscha (SPÖ) wird am Dienstag im Ausschuss für Wasserwirtschaft den Bericht der Seeuferkommission vorstellen, der anschließend von der Landesregierung genehmigt werden muss.

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