Das kranke Gesundheitswesen Österreichs kommt seit Jahren nicht aus den Schlagzeilen. Die SPÖ-Niederösterreich "deckt" jetzt angebliche Missstände in der Landesgesundheitsagentur (LGA) auf. "Ein Whistleblower aus der LGA-Zentrale hat uns umfassende Daten über die Gehaltsstruktur der Zentrale übermittelt", sagt SP-Kontroll-Landesrat Sven Hergovich. Diese Zahlen präsentierte der NÖ-SPÖ-Chef:
Fazit von Sven Hergovich: Insgesamt würden die Kosten wohl über "jenen 35,9 Millionen Euro liegen, die der Rechnungshof bereits 2021 kritisierte. Mit der LGA-Zentrale wurde offensichtlich ein finanzielles Fass ohne Boden geschaffen", so Sven Hergovich.
Seine Kritik: Während die medizinische Betreuung leide, "geht es der Zentrale blendend." Er fordert ÖVP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und FP-Stellvertreter Udo Landbauer auf, diese Missstände zu beheben. "Wir brauchen nicht an die 200 Menschen in der Zentrale, die mehr als ein Assistenzarzt verdienen. Wir brauchen 200 neue Assistenzärzte."
"Heute" fragt in der LGA-Zentrale nach. Man habe keine eigene Gehaltsstruktur, so die Reaktion, man orientiere sich bei der Bezahlung am Landesschema: "Der getätigte Gehaltsvergleich ist ein Vergleich von Äpfeln und Birnen, denn einen in Ausbildung befindlichen Mediziner mit fertig ausgebildetem Personal zu vergleichen, ist unzulässig und durchsichtig."
Gesundheitsökonomin Maria Hofmarcher-Holzhacker habe die LGA durchleuchtet, nenne sie "fortschrittlich". Die Gründe der Expertin: "weil sie Spitals- und Pflegebereich vereine. Im Bundesländervergleich gebe Niederösterreich relativ gesehen weniger Geld für die Krankenhausversorgung aus."