Wer viel reist, kennt garantiert die Buchungsplattform booking.com. Sie bietet eine weltweite Auswahl rund um Transport und Unterkunft. Weil sie so erfolgreich ist, muss sie sich in der Europäischen Union künftig an schärfere Regeln halten. Der Konzern mit Sitz in Amsterdam sei "ein wichtiger Akteur" in der europäischen Tourismusbranche, erklärte EU-Digitalkommissar Thierry Breton. Brüssel werde "sicherstellen, dass das Unternehmen die DMA-Verpflichtungen vollständig erfüllt".
Das Unternehmen fällt kraft der Entscheidung der EU-Kommission ab sofort unter das Gesetz für digitale Märkte, mit dem die Kommission die Marktmacht großer Konzerne einschränken will. Die Vorschriften gelten seit Anfang März bereits für die Google-Mutter Alphabet, Amazon, Apple, die Tiktok-Mutter Bytedance, Meta und Microsoft.
Die Konsequenz für Booking: Es muss gerechtere Bedingungen für Hotel- und Ferienwohnungsanbieter schaffen. Damit dürfte es sich um eine größere Entscheidungsfreiheit bei Buchungs- und Stornokonditionen handeln. Booking hat nun eine sechsmonatige Frist, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.