Heute ist Montag, der 15. Jänner 2024 - ein Tag zum Vergessen, wie ein Forscher berechnet haben will? Der deprimierendste Tag des Jahres? Wenn Du heute nicht gut drauf bist - hier findest Du (möglicherweise) die Erklärung.
[W + (D-d)] x Tq ÷ [M * Na] hat der britische Psychologe Cliff Arnall erfunden. Hier ist die Auflösung: W steht für Weather - Wetter, das im Jänner oft trüb ist; D für Debt - Schulden, die man zu Weihnachten gemacht hat; das kleine d für das Jännergehalt, das von den Schulden abgezogen werden muss; T ist die Zeit, die seit Weihnachten vergangen ist und Q steht für die guten Vorsätze, die bereits gebrochen wurden. Dazu kommt noch M für das Motivationslevel und Na für das Bedürfnis nach Aktivitäten. Und wie soll das, mangels Maßeinheit, messbar sein?
Arnall hat die Formel natürlich nicht ernst gemeint, denn für die einzelnen Faktoren existieren keine vergleichbaren oder ausrechenbaren Einheiten. Sie geht auf den Marketing-Gag eines Reiseunternehmens zurück, das offenbar Fernreisen in den sonnigen Süden verkaufen wollte.
So wenig seriös die Formel auch ist, so ernst (und wichtig) ist, was daraus wurde: Der dritte Montag im Jänner wurde zum "Blue Monday" erklärt - Blue steht im Englischen ja auch für "traurig". Und zahlreiche Initiativen nützen den Tag, um auf psychische Gesundheit und Einsamkeit aufmerksam zu machen. Eine davon ist die Caritas: "Einsamkeit war bereits vor Corona eine Zivilisationskrankheit, doch verstärkt durch die Pandemie und die Teuerungen nimmt auch die Einsamkeit weiter zu. Laut einer Studie, die die Caritas gemeinsam mit SORA durchgeführt hat, fühlen sich 570.000 Menschen in Österreich mehr als die Hälfte der Zeit einsam," betont Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.