Portugal steht nach einem beeindruckenden 6:1-Erfolg gegen die Schweiz im WM-Viertelfinale, trifft dort am Samstag auf Marokko. Doch die Schlagzeilen gehören weiterhin Ronaldo. Und das, obwohl der mittlerweile 37-Jährige erst in der 74. Minute eingewechselt wurde, sein Ersatzmann Goncalo Ramos derweil mit einem Dreierpack glänzte. Während Ronaldo auf der Bank schmollte.
Auch im Kreis der portugiesischen Nationalteams gerät der Kapitän immer weiter ins Abseits, berichtet jedenfalls "Record", die Mitspieler hätten demnach Ronaldos Sonderbehandlung satt, im Teamgefüge bilden sich Risse.
Dabei geht es um Ricardo "Ricky" Regufe, der Ronaldos persönlicher Assistent ist. Dass dieser aber ein Teil der offiziellen WM-Delegation Portugals ist, stößt einigen Mitspielern sauer auf.
Den Spielern sei demnach nicht klar, warum sich Regufe ständig in unmittelbarer Nähe des Teams aufhalte, auch Zugang zu Räumlichkeiten habe, die bloß Spielern vorbehalten seien. Den Ärger vergrößert noch der Umstand, dass keinem anderen Fußballer erlaubt wurde, Personen ins portugiesische Teamcamp zu bringen. Hier erhielt der Star-Kicker eine Extrawurst.
Ronaldo und Regufe kennen sich rund 20 Jahre. Der ehemalige Marketing-Manager von "Nike" holte den damals aufstrebenden Portugiesen 2003 zum US-Konzern, schloss einen Schuh-Deal mit Ronaldo ab. Die beiden blieben in Kontakt, seit 2018 ist Regufe als persönlicher Assistent des aktuell vereinslosen Star-Kickers tätig.
Am Samstag trifft Portugal nun im WM-Viertelfinale auf Marokko – mit Ronaldo. Denn Teamchef Fernando Santos verteidigte seinen Star-Kicker, wies Gerüchte, Ronaldo wollte bereits von der WM abreisen, deutlich zurück. Einen Platz in der Startformation wird Ronaldo aber wohl nicht erhalten...