"Wir sind zurzeit in Antalya und wurden durch ein Erdbeben geweckt", schreibt ein Leserreporter zu "20 Minuten". Es habe 30 Sekunden lang "geschüttelt". Tatsächlich hat die Erde um 1.17 Uhr Schweizer Zeit im Süden der Türkei gebebt.
Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat die türkische Mittelmeerstadt Marmaris erschüttert. Mindestens 69 Menschen wurden verletzt, als sie in Panik aus Fenstern und von Balkonen sprangen, wie der Gouverneur von Marmaris, Idris Akbiyik, dem Sender NTV berichtete. Schäden wurden zunächst nicht gemeldet.
Nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde ereigneten sich die Erdstöße um 2.17 Uhr nachts (Ortszeit) im Mittelmeer. Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der Seismologen des für das Mittelmeer zuständigen Instituts EMSC bei Marmaris, das nur wenige Kilometer von der griechischen Dodekanes-Insel Rhodos entfernt liegt.
Gouverneur Idris Akbiyik berichtete auf der Plattform X, dass ein 14-jähriges Mädchen mit Panikattacken ins Krankenhaus gebracht worden sei, wo sie kurz darauf starb. 69 Menschen seien während des Bebens aus den Fenstern ihrer Häuser gesprungen und hätten sich dabei verletzt. In Marmaris selbst habe es durch das Beben keine Schäden gegeben.
Das Beben wurde nicht nur in der Südtürkei verspürt, sondern auch auf der griechischen Ferieninsel Rhodos. Von dort hat sich ebenfalls ein News-Scout gemeldet: "Es hat etwa 30 Sekunden lang heftig gewackelt und die Gegenstände sind im Hotelzimmer vom Gestell gefallen."
Da die Türkei auf großen Störungslinien liegt, kommt es dort häufig zu Erdbeben. Im Jahr 2023 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,8 mehr als 53.000 Menschen ums Leben. Hunderttausende von Gebäuden wurden zerstört oder beschädigt. In den nördlichen Teilen des benachbarten Syriens forderte das Erdbeben weitere 6.000 Menschenleben.