Zur abgelaufenen Saison konnte sich Inter Mailand wieder als Meister der Serie A krönen. Über weite Teile der Saison dominierten die Italiener die Liga auf eindrucksvolle Art und Weise. Letztendlich hatten sie 19 Punkten Vorsprung, auf den zweitplatzierten Erzrivalen AC Mailand. Mittendrin war der österreichische ÖFB-Star Marko Arnautovic, der nach dem Triple-Erfolg 2010 seinen zweiten Meistertitel mit den "Nerazzurri" feiern konnte.
Jetzt hat er einen neuen Boss. Das US-Investmentunternehmen "Oaktree" löst den bisherigen Eigentümer aus China ab. Der Ablöse ging ein turbulenter Streit voraus.
2016 kaufte der chinesische Milliardär Zhang Jindong knapp 70 Prozent des italienischen Traditionsverein. Als Präsidenten installierte er seinen damals 28-jährigen Sohn Steven Zhang, der den sportlichen Erfolg zurück in die Modestadt brachte. 2021 gewann der Club erstmals wieder seit elf Jahren den "Scudetto", den italienischen Meistertitel. Zwei Jahre später konnte die Italiener ins Champions-League Finale einziehen und den Gewinn des italienischen Pokals konnte sie 2021 und 2023 bejubeln.
Wirtschaftlich konnten die Eigentümer nicht an den zurückgekehrten Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Infolge der Corona-Pandemie wurden finanzielle Verluste in Rekordhöhe prognostiziert. Deshalb musste Jindongs Firma 2021 einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Euro bei der US-Investmentgesellschaft Oaktree aufnehmen.
Medienberichten zufolge sicherte sich Oaktree das Recht, bei einer Zahlungsunfähigkeit der Chinesen, die Kontrolle über den Verein zu übernehmen. Die chinesischen Eigentümer konnten den Beanspruchten nicht zurückzahlen, weshalb nun der Verein seinen Eigentümer wechselt.