Ab 9. September

Echt "fat": Galerie zeigt Erwin Wurms Skulpturen

Der Ausnahmekünstler feierte vor kurzem seinen 70. Geburtstag. Ihm zu Ehren zeigt die Galerie bei der Albertina Zetter nun eine Solopräsentation.
Wien Heute
31.07.2024, 19:38

Vom "Fat Car" bis zur "Short Bag": Erwin Wurm zählt zu den erfolgreichsten Gegenwartskünstlern. Vor kurzem feierte der gebürtige Steirer seinen 70. Geburtstag. Die Albertina Modern würdigt sein Werk ab 13. September mit der großen Schau "Erwin Wurm. Die Retrospektive zum 70. Geburtstag". Bereits am 9. September zeigt die Galerie bei der Albertina Zetter am Lobkowitzplatz (City) im neuen Ausstellungsraum "zetter projects" ihre erste Solopräsentation von Erwin Wurm.

Unter dem Titel "Erwin Wurm. Sculptures" inszeniert Galeristin Katharina Zetter-Karner eine imaginäre Zeitreise durch Wurms skulpturales Werk. Besonders bekannt sind seine "Fat"-Skulpturen, die Anfang der 2000er-Jahre entstanden. Statussymbole wie das Einfamilienhaus oder das Auto wurden formal "verfettet" und in Kunstobjekte verwandelt. So wurde durch Material-Aufschichtung selbst ein schneidiger Porsche zum "Fat Car".

Für Wurm ist Humor eine Waffe

Seinen skurrilen Humor gepaart mit Absurdität und Gesellschaftskritik zeigt Erwin Wurm auch mit der "Short Bag" von 2017 – eine in Bronze transformierte Hermès-Birkin-Tasche. Sein Bronze "Kastenmann" von 2017, mit einem großen Kasten als Torso, der eine formelle Anzugjacke trägt, wurde wiederum von seinem ersten großen öffentlichen Kunstprojekt in New York inspiriert. "Humor ist eine Waffe", erklärte der Künstler einmal, "um den Alltag aus einer anderen Perspektive" zu zeigen.

Auch Lebensmittel wie Gurken oder Würstel finden immer wieder Eingang in Wurms Werk: So sind in der Galerie bei der Albertina - Zetter Bronzewürstel ("Avatar pre-departing") oder die "Gurke modernistisch III (Grüner Veltliner)" zu sehen.

Berühmt mit den "One Minute Sculptures"

Internationale Bekanntheit erlangte der 70-Jährige mit seinen "One Minute Sculptures": Besucher posieren nach gezeichneten und/oder schriftlichen Anweisungen mit banalen Requisiten oder zwängen sich in vom Künstler bereitgelegte Kleidungsstücke. Diese Interaktionen werden mit Fotos und Videos bildlich festgehalten oder in Skulpturen übersetzt.

Zuletzt installierte der Steirer für die Fastenzeit 2020 ein 80 Quadratmeter großes Fastentuch in Form eines violetten Strickpullovers im Wiener Stephansdom – dieser diente als symbolisches Zeichen für "wärmende Nächstenliebe".

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