Am späten Sonntag ging an mindestens 40 Schulen in zumindest fünf Bundesländern eine Massenmail samt Bombendrohung ein. Die jeweiligen Bildungsdirektionen reagierten, Montagfrüh wurden Schulen evakuiert und der Unterricht fiel vielerorts aus. Auch die Landespolizeidirektionen der betroffenen Bundesländer sind im Einsatz, die Ermittlungen laufen.
Nachdem offenbar fast das ganze Bundesgebiet von den KI-generierten Drohmails betroffen sind, ist nun auch das Innenministerium auf dem Plan. Man reagiere "situativ angepasst" an die aktuelle Lage, so eine Sprecherin zu "Heute". Heißt: Von Kontrolle der betroffenen Schule durch eine Polizeistreife bis hin zum Einsatz von Polizeihunden und Einsatzkommando Cobra ist alles möglich.
„Es geht uns natürlich in erster Linie um Gefahrenabwehr und den Schutz von Leben. Daher nehmen wir jede Drohung auch ernst“Innenministeriumssprecherinzu den Drohungen
"Es geht uns natürlich in erster Linie um Gefahrenabwehr und den Schutz von Leben. Daher nehmen wir jede Drohung auch ernst", so die Sprecherin weiter. Derzeit gebe es aber "keine Hinweise auf eine konkrete Gefahrensituation", beruhigt das Innenministerium. Die Bildungsdirektionen seien bereits von sich aus tätig geworden, hätten an mehreren Standorten die Gebäude evakuieren und die Schüler und Lehrer so aus der möglichen Gefahrenzone bringen lassen.
"Bombendrohungen sind kein Bagatelldelikt", betont die Innenministeriums-Sprecherin. Es handle sich dabei um eine strafrechtlich relevante Handlung, die mehrjährige Haftstrafen nach sich ziehen könne, so die Sprecherin. So beträgt das Strafmaß für eine gefährliche Drohung bis zu drei Jahre Haft. Sollte der Tatbestand der Nötigung oder andere strafrechtlich relevante Handlungen dazukommen, könnte sich das Strafmaß noch weiter erhöhen.