Flammen in St. Pölten: Am Dienstag kurz vor 23 Uhr brannte ein Wirtschaftsgebäude im Stadtteil Sankt Georgen - das Feuer hatte sich bereits auf eine Scheune und eine Halle ausgebreitet.
Herausfordernd für die Einsatzkräfte von 18 Feuerwehren war die Lage des Gebäudes. Es stand auf einem Hügel, der Wind fachte das Feuer immer wieder an.
Der Wassertransport den Hügel hinauf sei ebenso schwierig gewesen, hieß es. Es musste aus einem Löschteich nach oben gepumpt werden - dazu wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Der Feuerwehr gelang es zudem, einen vollbestückten Kuhstall vor den Flammen zu schützen. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung mit dem Rettungsdienst ins Spital gebracht, wie der "ORF" schreibt. Die Löscharbeiten dauerten bis weit in die Nacht, weil große Mengen Stroh und Heu vom Dachgeschoss herunter geräumt und abgelöscht werden mussten.
Ähnlich anspruchsvoll gestaltete sich wenige Stunden zuvor ein Einsatz in Sittendorf (Bezirk Mödling). Hier brannten neben einer Halle zahlreiche Strohballen. Diese mussten von acht Feuerwehren einzeln geöffnet und abgelöscht werden – "Heute" berichtete.
Die Ballen wären einzeln zerlegt worden, weil sich darin Glutnesterbefunden hätten, wurde erklärt. Die Löscharbeiten erfolgten wegen des starken Rauches unter Atemschutz. Zur Löschwasserversorgung werden mehrere Pools und ein Bach benutzt", hieß es seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos. Der Einsatz dauerte bis weit in die Nacht.
Ein weiterer Brand hatte sich Dienstagmittag auch in Strasshof (Bezirk Gänserndorf) ereignet. Dort stand ein Wohnhaus in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich auch langwierig, das Dach des Gebäudes musste geöffnet werden. Verletzt wurde nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos niemand. 17 Feuerwehren standen im Einsatz.
Laut Feuerwehrsprecher Klaus Stebal kommen Einsatztage mit drei Bränden der höchsten Alarmkategorie äußerst selten vor - anspruchsvoller geht es kaum. Insgesamt standen 43 Feuerwehren im Einsatz, hunderte Einsatzkräfte gingen an den drei Schauplätzen ans Limit.