Ein gebürtiger Österreicher soll der vielleicht fruchtbarste Mann der Welt gewesen sein. Ein kanadischer Dokumentarfilmer will enthüllt haben, dass der nach London ausgewanderte Forscher Berthold Wiesner bis zu 600 Kinder gezeugt haben könnte.
Wiesner betrieb mit seiner Frau Mary Barton von den 40er bis in die 60er Jahre in London eine Klinik, die auf künstliche Befruchtung spezialisiert war. Doch der Doktor dürfte dabei massiv getrickst haben - und selbst massiv Samen gespendet haben. Schätzungen über die Zahl seiner Kinder reichen von 600 bis hin zu 1000.
Ans Licht gebracht haben will Wiesners Geheimnis einer seiner zahlreichen Kinder. Der kanadische Dokumentarfilmer Barry Stevens wurde 1952 in der Barton-Klinik "gezeugt". Als sich Stevens auf die Suche nach seinem Vater und möglichen Verwandten machte, stieß er zunächst auf den Londoner Anwalt David Gollancz, dessen Vater Wiesner ebenfalls ist.
Stevens recherchierte weiter, fand 18 Menschen, die zwischen den Jahren 1943 und 1962 nach einer Behandlung in der Barton-Klinik zur Welt kamen. Zwölf davon stammen aus Wiesners Samen.
"Konservativen Schätzungen zufolge hat er 20 Mal im Jahr gespendet", sagte Gollancz der Sunday Times. "Nimmt man die Standardraten für Kinder, die Möglichkeit von Zwillingen und Fehlgeburten zusammen, schätze ich, dass er 300 bis 600 Kinder gezeugt hat", so der Advokat.
Damit hätte Wiesner, der 1972 starb, den Weltrekord gebrochen. Den hielt bisher ein anonymer US-Arzt, der Vater von 150 Kindern sein soll.