Schmetterlinge gehören zu den ältesten Insekten. Schon vor den Dinosauriern und weit vor den Bienen, flatterten sie durch die Lüfte, wenn auch vermutlich nicht so schön bunt wie heute. Ähnlich der heutigen Motten bekamen sie damals auch eine imposantere Größe und glichen sich den Urzeitriesen an. Heute sind Schmetterlinge immer noch der Liebling aller Hobbygartler und erfreuen auch am Balkon noch so schwere Gemüter. Doch die Luftikusse haben einiges mehr zu bieten, als Schönheit und Eleganz:
Die Weibchen vieler Schmetterlingsarten versprühen einen Lockstoff, den das Männchen aus kilometerweiten Entfernungen riechen kann. Die Fühler nämlich, können schon kleinste Moleküle des Geruchs aufnehmen und lotsen das Männchen in die richtige Richtung. Je stärker der Durft, desto näher die Braut.
Unser Tagpfauenauge, oder auch der Zitronenfalter ist zwar wunderschön anzusehen, lässt aber im Vergleich zum Regenbogenfalter auf der Insel Madagaskar ganz schön an Farbe vermissen. Dieser Schmetterling ist mit Abstand der Bunteste aller Falter und schillert in allen erdenklichen Farben:
Der Nachteulenfalter aus Südamerika ist mit 32 Zentimetern Flügelspannweite größer als manche Vögel. Bei uns hält das Große Wiener Nachtpfauenauge den Größenrekord, der allerdings mit 13 Zentimetern zum südamerikanischen Kumpel eher mickrig wirkt.
Und der Kleinste? Der allerkleinste Schmetterling misst nur zwei Milimeter, heiß "Stigmella Ridiculosa" und flattert nachtaktiv auf den Kanarischen Inseln umher.
Wer jetzt denkt, dass Schmetterlinge gemütliche Flieger wären, irrt. Der Langstreckenrekord liegt bei 3.500 Kilometern und wir jährlich beispielsweise vom Distelfalter aufgestellt. Der Vielflieger wandert von Nordafrika bis nach England und Europa und legt täglich etwa 25 Kilometer zurück.
Die meisten Schmetterlinge sind "Wanderfalter" und kommen nur zu Besuch nach Österreich.