Heißen tut’s ja, dass Katzen sieben Leben hätten, in manchen Ländern sogar neun. Stimmen tut das natürlich gar nicht, denn auch die heilige Mieze hat nur eines. Wie lange es jedoch im Schnitt dauern mag, hängt von ziemlich vielen Faktoren ab, welche Forschende jetzt genau benennen können.
Die Studie aus Taiwan und Großbritannien besagt auch, dass Katzen im Schnitt 11,7 Jahre alt werden.
Wer sich eine Katze anschafft, möchte möglichst lange etwas von ihr haben. Entsprechend liebevoll sorgen ihre Halter für sie. Doch nicht nur Pflege, Futter und Zuwendung spielen für die Lebenserwartung vom Miezi eine Rolle, auch die Rasse und weitere Faktoren haben Einfluss.
Die Lebenserwartung der einzelnen Katzenrassen in Jahren.
Die Burma - 14,42 Jahre
Die Birma - 14,39 Jahre
Mischlinge - 11,89 Jahre
Siam - 11,69 Jahre
Perser - 10,93 Jahre
Ragdoll - 10,31 Jahres
Norwegische Waldkatze - 9,95 Jahre
Maine-Coon - 9,71 Jahre
Russische Katzen - 9,65 Jahre
Britische Katzen - 9,58 Jahre
Bengal - 8,51 Jahre
Sphynx - 6,68 Jahre
Die Forschungsgruppe um Kendy Tzu-Yun Teng von der National Chung Hsing University, Taichung City und Dan G. O’Neill vom Royal Veterinary College in Hatfield nahm für ihre im "Journal of Feline Medicine and Surgery" veröffentlichte Studie die Lebensdaten von rund 8000 Katzen unter die Lupe. Alle starben zwischen 2019 und 2021, weshalb man genau ableiten konnte, dass eine Katze durchschnittlich 11,7 Jahre alt würde. Die Unterschiede zwischen den vielen Katzenrassen waren allerdings erheblich und in der Studie hatten beispielsweise Burma-Katzen die höchste, Sphynx-Katzen die niedrigste, durchschnittliche Lebenserwartung.
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Neben der Rasse spielt auch das Geschlecht, das Gewicht und ob das Tier kastriert war, eine große Rolle. Weibliche, kastrierte Katze lebten länger, als männliche unkastrierte Katzen. Genau gesagt, weibliche Katzen hatten eine um 1,33 Jahre längere Lebenserwartung als männliche Katzen und kastriere Katzen leben rund 1,2 Jahre länger als unkastrierte Tiere.
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Auch ein nicht ideales Körpergewicht wurde mit einer verkürzten Lebenserwartung in Verbindung gebracht: Die Lebensspanne verringerte sich um 0,02 Jahre pro 100 Gramm Gewichtszu- oder -abnahme gegenüber dem mittleren Körpergewicht eines erwachsenen Tiers bei gleicher Rasse.
Eine merkwürdige Erkenntnis brachte auch der offensichtliche Einfluss des Landes. Katzen in den USA hatten eine Lebenserwartung von 11,18 Jahren. In Japan jedoch leben Katzen nur 4,2 Jahre lang. Der älteste Proband der Studie war eine Mischlingskatze mit 26 Jahren.
Nicht beantworten kann die Studie die Frage, ob Freigänger oder im Haus gehaltene Katzen länger leben. Es könnte durchaus Auswirkungen haben. Allerdings sei es nicht zu quantifizieren, weil Tierkliniken nicht dokumentieren, ob und wie oft eine Katze nach draußen geht.