Der US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Monaten mit seinen Strafzöllen für Aufsehen gesorgt: Nach einem anfänglichen Rundumschlag legte er die Tarife für einzelne Länder zeitweise auf Eis, andere erhöhte er weiter – und jetzt wurde er auch noch von einem US-Bundesgericht zurückgepfiffen: So urteilte das Handelsgericht, dass Trumps Strafzölle nicht rechtens sind.
Dieses Hin und Her hat den Ökonomen Robert Armstrong zur Schöpfung einer neuen Abkürzung inspiriert: Die sogenannte Taco-Trade-Theorie. Dabei steht Taco kurz für "Trump Always Chickens Out", auf Deutsch etwa "Trump macht immer einen Rückzieher".
Dass der US-Präsident vom Begriff nicht besonders begeistert ist, zeigte sich am Mittwochabend. Dann wurde Trump von einer Journalistin im Weißen Haus nämlich gefragt, was er zum Vorwurf sage, dass er bei seinen Strafzöllen schlussendlich immer einen Rückzieher mache.
"Nachdem ich getan habe, was ich getan habe, haben sie sofort Bereitschaft für ein Treffen gezeigt", sagte Trump etwa im Hinblick auf die EU. Er hatte ursprünglich für alle Güter aus der Europäischen Union Strafzölle in Höhe von 50 Prozent angekündigt, diese aber zwei Tage später wieder ausgesetzt, nachdem sich Brüssel bereit für Verhandlungen gezeigt hatte.
"Das nennt sich Verhandeln", so der US-Präsident zu seiner undurchsichtigen Zollstrategie. Zudem kritisierte er die Journalistin, dass die Taco-Frage "eine der gemeinsten Fragen" sei.