In den Sommermonaten können Bienen, Wespen und Hornissen zur tödlichen Gefahr werden. Das ruft derzeit der Todesfall eines Arbeiters in der Steiermark wieder in Erinnerung. Der Mann dürfte auf einer Baustelle von einer Biene gestochen worden sein. Offenbar war er sich seiner Allergie bewusst, die Reaktion auf das Gift jedoch zu stark, denn der EpiPen wurde neben ihm gefunden. "Heute" hat darüber berichtet.
Wie die Todesursachenstatistik zeigt, sind in den vergangenen 10 Jahren in Österreich insgesamt 55 Menschen nach Stichen durch Bienen, Wespen oder Hornissen verstorben. Wobei die meisten Toten in Niederösterreich (16 Tote) und der Steiermark (10) zu beklagen waren. 2022 und 2023 gab es mit jeweils neun Toten sogar Zehnjahreshöchststände.
Hinzu kommen pro Jahr im Schnitt fast 1.200 stationäre Behandlungen aufgrund von Insektenstichen.
"Leider reagieren manche Menschen auf Insektenstiche allergisch, daher ist es wichtig, im Notfall rasch zu reagieren und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten", erklärt Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. Ist die Allergie bereits bekannt, könne man präventiv nach ärztlicher Rücksprache immer ein sogenanntes Notfall-Set bei sich tragen, das in der Regel Kortison-Tabletten, Antihistamin-Tabletten und einen Adrenalin-Pen enthält.
Übliche Anzeichen für eine Allergie gegen Bienen- und Wespenstiche sind geschwollene Augen oder eine geschwollene Zunge. Hustenreiz und juckender Ausschlag am ganzen Körper können weitere Zeichen für allergische Reaktionen sein. Treten diese und andere Anzeichen auf, sollte sofort erste Hilfe geleistet (Beine hochlagern, Seitenlagerung bei Bewusstlosigkeit, Mund-zu-Mund-Beatmung etc.) sowie der Notruf (144) gewählt werden.
Zusätzlich können aber auch Präventivmaßnahmen hilfreich sein, auch wenn sich damit nicht jeder tragische Einzelfall verhindern lassen wird.