Gutachten entscheidend

Baby zu Tode geschüttelt – Mordanklage für Vater (29)

Im Februar starb ein drei Monate alter Bub an den Folgen eines Schütteltraumas. Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen dessen Vater Mordanklage.
Wien Heute
12.08.2024, 16:59
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Die Ärzte versuchten noch mit allen Mitteln, sein Leben zu retten – doch die Verletzungen waren zu schwer: Am 3. Februar hatte ein getrennt lebendes Paar mit serbischen Wurzeln seinen drei Monate alten Sohn in die Klinik Ottakring gebracht. Der drei Monate alte Bub dürfte da bereits bewusstlos gewesen sein.

Rasch wurde ein schweres Schütteltrauma diagnostiziert – auch diverse Knochen waren gebrochen. Das Baby wurde auf die Kinderintensiv-Station des AKH verlegt, dort mussten aber trotz der immensen Bemühungen der Mediziner drei Tage später die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden – die inneren Verletzungen waren einfach zu schwer.

Todesursache war Schütteltrauma

Die Eltern wurden in U-Haft genommen, es wurde wegen Mordverdachts ermittelt. Im Laufe der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den Vater (29). Die Mutter (26) wurde enthaftet, da kein dringender Tatverdacht mehr gegeben war.

Für die Staatsanwaltschaft reichten das Obduktionsergebnis und weitere Gutachten aus, um nun Mordanklage gegen den 29-Jährigen zu erheben, wie die "Krone" berichtet. Demnach starb das Baby eindeutig an den Folgen eines Schütteltraumas. Zudem stellte sich heraus, dass die Verletzungen des Buben in jene Zeiträume passen, in denen er von seinem Vater beaufsichtigt wurde.

Vater bestreitet Vorwürfe

Da sich die Wohnung des 29-Jährigen in der Nähe der Klinik Ottakring befindet – die Mutter wohnt in Liesing – lag zudem der Verdacht nahe, dass dem Buben das Schütteltrauma in der Wohnung des Vaters zugefügt wurde – dieser bestreitet nach wie vor, seinem Sohn etwas angetan zu haben.

Das Paar hat bereits eine gemeinsame Tochter (2). Im März 2023 hatten sich die Eltern wegen finanzieller Belange an ein Familienzentrum der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wien gewandt. "Uns ist damals nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Es ist normal, dass Jungfamilien mit diesen Themen zu uns kommen. Dafür sind diese Zentren da", hieß es seitens der MA 11.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.08.2024, 17:08, 12.08.2024, 16:59
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