Geburten auf Tiefststand

Ausländeranteil in Österreich knackt 20-Prozent-Marke

Mehr Sterbefälle als Geburten, zudem eine Fertilitätsrate am Tiefststand. Dank Zuwanderung wächst Österreich trotzdem.
Newsdesk Heute
01.06.2025, 15:56
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Obwohl es in Österreich 2024 mehr Sterbefälle als Geburten gab, ist die Bevölkerung wieder gewachsen – allerdings nicht mehr so stark wie im Vorjahr. 9.197.213 sind es nun genau. Zurückzuführen ist das alleine auf das Wanderungssaldo mit dem Ausland.

"Anfang 2025 lebten rund 9,2 Millionen Menschen in Österreich und damit 38 500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Bevölkerungszuwachs ergab sich ausschließlich aus internationaler Zuwanderung, da 2024 insgesamt etwa 50 000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Österreich als ins Ausland wanderten. Die Geburtenbilanz hingegen fiel bereits das fünfte Jahr in Folge mit einem Minus von rund 11 000 Personen negativ aus und dämpfte das Bevölkerungswachstum", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Geburten auf Tiefststand

Das stärkste Bevölkerungswachstum gab es wieder einmal in Wien mit plus 1,1 Prozent, 2.028.289 Menschen leben jetzt hier. In den übrigen Bundesländern gab es ein kleines Plus zwischen 0,1 und 0,4 Prozent, einzig im Burgenland gab es einen Rückgang von 0,1 Prozent.

Bei den Geburten gab es 2024 einen Rückgang von 0,5 Prozent, 77.238 waren es insgesamt. Die Gesamtfertilitätsrate erreichte mit 1,31 Kindern pro Frau einen absoluten Tiefststand. Gestorben sind 88.486 Personen, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Lebenserwartung bei der Geburt betrug bei Männern 79,8 Jahre und bei Frauen mit 84,3 Jahren, wobei es ein deutliches Gefälle zugunsten des Westens gibt. Gegenüber dem Vorjahr stieg sie bei Männern um 0,4 und bei Frauen um 0,1 Jahre an.

Bevölkerung Österreichs am 01.01.2025.
Statistik Austria

20 Prozent Ausländer

Im Jahr 2024 zogen 178.574 Personen aus dem Ausland nach Österreich und 128.469 wanderten aus Österreich ins Ausland ab. Daraus ergab sich ein Außenwanderungssaldo von +50.105 Personen. Ein Drittel kommt aus der EU (Spitzenreiter sind Deutschland, Ungarn und Kroatien), zwei Drittel waren Drittstaatsangehörige (Syrien, Ukraine und China). 55 Prozent waren weiblich, 45 Prozent männlich. Die stärksten Wanderungsgewinne gab es bei im Alter von 15 bis 29 Jahren (+30.036).

Am 1. Jänner 2025 lebten insgesamt 1.855.419 Menschen mit nicht-österreichischer Nationalität in Österreich. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg von 19,7 Prozent zu Jahresbeginn 2024 auf 20,2 Prozent zu Jahresbeginn 2025. Wien hat mit 36,4 Prozent den höchsten Anteil nicht-österreichischer Staatsangehöriger, gefolgt von Vorarlberg (20,9 Prozent) und Salzburg (20,8 Prozent). Den niedrigsten Anteil weist das Burgenland mit 11,5 Prozent auf, davor liegen Niederösterreich mit 12,5 Prozent und Kärnten mit 13,6 Prozent.

Unter den Bundesländern verzeichnete auch dieses Jahr Wien den größten Wanderungsgewinn aus dem Ausland. Mit +19.883 Personen entfielen 40 Prozent des Außenwanderungssaldos Österreichs 2024 auf die Bundeshauptstadt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.06.2025, 15:56
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