Gelegenheit macht Diebe – ist aber Gewalt im Spiel, wird daraus ein schwerer Raub. Und deswegen drohen zwei Arbeitslosen aus Wien nun bis zu 15 Jahre Haft.
Der Rumäne (25) und sein 30-jähriger Bekannter aus Tschetschenien, der ebenfalls von AMS-Geld lebt, hatten laut Anklage "aufgrund ihrer tristen finanziellen Verhältnisse" eine zweifelhafte Idee, um schnell an Geld zu kommen: Der 25-Jährige schnappte sich laut Anklage der Staatsanwaltschaft Wien am 24. März die Schlüssel der Wohnung vom Ex (33) seiner neuen Flamme.
Bewaffnet mit einem Schlagstock stürmte das Duo daraufhin die Liesinger Wohnung des 33-Jährigen – offenbar auch um dem Opfer eine "Lektion zu erteilen". Dabei überraschten sie den Mann im Badezimmer und schlugen ihm ins Gesicht. "Schrei nicht, sonst…", sollen die Angreifer gebrüllt haben und Geld gefordert haben. Die fette Beute: 2.500 Euro in bar.
Zwei Wochen später konnten die Angreifer ausgeforscht und verhaftet werden. Beide bestreiten jedoch die Raubabsicht. Der kampfsportaffine Tschetschene behauptete laut "Heute"-Infos im Ermittlungsverfahren, ihm sei das Geld einfach zugeworfen worden.
Sein Verteidiger Vadim Gusenov (Kanzlei Klammer) wird den Unbescholtenen mit diesem Standpunkt am 27. Juni vor Gericht vertreten. Bis dahin bleibt das Duo wohl in U-Haft – was auch Vorteile hat: Im Häf’n werden beide Männer weiterhin auf Staatskosten verpflegt. Die Unschuldsvermutung gilt.