Enttäuschung nach dem Spiel

"Abgewiesen" – Trainer kritisiert Messi nach Abschied

Der Trainer von Benin äußert seinen Unmut über Lionel Messi und das argentinische Team.
Sport Heute
09.10.2026, 13:40
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Das Abschiedsspiel von Lionel Messi (39) im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft sollte ein Fußballfest werden. Beim 3:0-Erfolg gegen Benin wurde der Weltmeister von den Fans gefeiert. Doch bei den Gästen aus Afrika sorgte das Verhalten der Argentinier nach dem Schlusspfiff für Enttäuschung.

Benins Teamchef Gernot Rohr (73) zeigte sich zunächst begeistert, Teil des historischen Abends gewesen zu sein. "Wir freuen uns sehr, in die Geschichte einzugehen, vor allem für eine Fußballlegende wie Lionel Messi. Und dieses Spiel im 'Monumental' zu bestreiten, war für meine jungen Spieler ein außergewöhnliches Erlebnis", erklärte der Deutsche in der Radiosendung "Rothen s’enflamme" von RMC.

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Doch nach dem Abpfiff gab es für seine Spieler eine bittere Enttäuschung. Viele wollten sich ein Erinnerungsfoto mit Messi sichern oder ein Trikot mit den argentinischen Stars tauschen. Daraus wurde allerdings nichts.

"Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Argentinier unseren Spielern nichts geschenkt haben. Nicht einmal ein Foto mit Messi. Wir wollten Trikots tauschen, haben aber kein einziges bekommen", ärgerte sich Rohr.

Besonders der Umgang mit seinen Spielern stieß dem 73-Jährigen sauer auf. "Sie haben uns nicht einmal in ihren Umkleidebereich gelassen. Der Sicherheitsdienst hat jeden abgewiesen."

Einige seiner Schützlinge hätten sogar ihre eigenen Trikots mitgebracht, um sie gegen jene der argentinischen Stars einzutauschen. Doch sämtliche Versuche blieben erfolglos. "Wir haben alles versucht, aber es hat nichts gebracht", schilderte der Teamchef.

Immerhin konnte sich Rohr selbst ein besonderes Andenken sichern. Der ehemalige Bayern-Spieler hatte ein Messi-Trikot aus dem Jahr 2018 dabei, das er Argentiniens Teamchef Lionel Scaloni übergab.

"Er hat es mir signieren lassen und mir zurückgegeben. Ich habe eine halbe Stunde gewartet, aber das macht nichts", erzählte Rohr. Trotz der Enttäuschung nach dem Spiel zog der Deutsche ein positives Fazit. Für seine junge Mannschaft sei das Duell mit dem Weltmeister eine einmalige Erfahrung gewesen.

"Es war fantastisch, aber ganz ohne Stress. Das Ergebnis war nicht das Wichtigste. Sportlich gesehen ging es uns darum, zu lernen und unseren jungen Spielern eine sehr bereichernde internationale Erfahrung zu ermöglichen, von der niemand zu träumen gewagt hätte, sie jemals zu erleben", erklärte Rohr abschließend.

red,09.10.2026, 13:40